Redaktion Terrassenüberdachung Leverkusen · Inhaltlich geprüft · Zuletzt aktualisiert: 18.10.2026
Eine Terrassenüberdachung ist ein festes Dach über der Terrasse. Es hängt an der Hauswand oder steht auf eigenen Pfosten, bleibt seitlich offen und wird nicht beheizt. Eingedeckt wird es mit Glas, Stegplatten oder Lamellen, getragen von Aluminium oder Holz. Mit Seitenwänden entsteht daraus ein Sommergarten, der baurechtlich anders zählt.
Wer sich mit dem Thema beschäftigt, trifft auf Begriffe wie Terrassendach, Anlehndach, Pergola oder Überdachung. Dieser Ratgeber ordnet sie und führt zu den passenden Seiten unseres Angebots in Leverkusen. Die beliebteste Bauweise ist das Dach in Aluminium, das wir auf der Seite zur Alu-Terrassenüberdachung ausführlich zeigen.
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Was ist eine Terrassenüberdachung? Die Definition
Das Terrassendach ist eine Dachkonstruktion über einer ebenerdigen Terrasse. Es ist wandmontiert oder freistehend, an den Seiten offen und unbeheizt. Weil kein geschlossener Raum entsteht, gilt es bauordnungsrechtlich nicht als Aufenthaltsraum.
Den Unterschied merkt man im Alltag: Unter dem Dach sitzt man trocken und im Schatten, spürt aber weiter Luft und Temperatur des Gartens. Genau das schätzen die meisten, die sich für diese Bauweise entscheiden.
Bauformen: Anbau oder freistehend
Zwei Grundformen gibt es. Beim Anbau, auch Anlehndach genannt, lehnt die Konstruktion an der Hauswand und ruht vorn auf Pfosten. Das ist der Standard bei Reihen- und Doppelhäusern. Das freistehende Dach hat vier eigene Pfosten, eigene Fundamente und eine eigene Statik und gibt keine Lasten an die Fassade ab.
- Anbau an die Hauswand: spart Pfosten, braucht aber einen sauberen Anschluss an die Fassade.
- Freistehend: frei platzierbar, etwa weiter hinten im Garten oder an einer Hecke. Mehr dazu bei der freistehenden Terrassenüberdachung.
Das Anlehndach ist die häufigste Bauform an Reihen- und Doppelhäusern.
Eindeckung und Material: woraus ein Terrassendach besteht
Tragwerk und Dachfläche sind zwei getrennte Entscheidungen. Für das Tragwerk stehen Aluminium, Leimholz und selten Stahl zur Auswahl. Die Dachfläche besteht aus Glas, Stegplatten oder beweglichen Lamellen.
- Aluminium: pulverbeschichtet, pflegearm und schlank im Profil.
- Holz: Leimbinder mit warmer Optik, der regelmäßig Pflege braucht. Siehe Terrassenüberdachung aus Holz.
- Glas: Verbundsicherheitsglas nach DIN 18008-2, hell und hochwertig. Details auf der Seite zum Glasdach.
- Stegplatten: leicht und günstig im Einstieg.
- Lamellen: verstellbar von offen bis geschlossen, siehe Lamellendach.
Wie Glas und Kunststoff sich im Alltag unterscheiden, zeigt der Vergleich im Ratgeber zur Dacheindeckung.
Kurz gemerkt: Das Material bestimmt Pflege und Optik, die Eindeckung bestimmt Licht, Lautstärke bei Regen und Preis. Beides lässt sich meist unabhängig voneinander wählen.
Abgrenzung: Pergola, Pavillon, Markise und Wintergarten
Mehrere Begriffe klingen ähnlich, meinen aber andere Bauteile. Die Übersicht hilft bei der Einordnung.
| Begriff | Merkmal | Unterschied zum Terrassendach |
|---|---|---|
| Pergola | offene Rankkonstruktion oder modernes Stoffdach | meist ohne dichte, wasserführende Eindeckung |
| Pavillon | freistehendes, oft rundes oder eckiges Gartenhaus ohne Wände | nicht an die Terrasse am Haus gebunden |
| Markise | textiles, ausfahrbares Tuch | beweglich, kein festes Dach, bei Regen eingefahren |
| Sonnensegel | gespanntes Tuch an Masten | reiner Sonnenschutz |
| Wintergarten | nach allen Seiten geschlossener Raum | wird baurechtlich als geschlossener Raum behandelt |
Mit Seitenwänden oder Schiebeelementen wird aus der offenen Überdachung ein Sommergarten. Wie das aussieht, zeigt die Seite zu den Seitenwänden für das Terrassendach. Wer Schatten sucht, ohne das Dach zu verändern, findet Lösungen bei der Beschattung.
Terrassenüberdachung in NRW: der rechtliche Rahmen
Nach § 62 Abs. 1 Nr. 1 g BauO NRW 2018 sind Terrassenüberdachungen bis 30 m² Fläche und 4,50 m Tiefe verfahrensfrei. Quelle: Landesbauordnung auf recht.nrw.de, Stand 18.10.2026.
Verfahrensfrei bedeutet nicht regelfrei: Abstandsflächen, Bebauungsplan und örtliche Satzungen gelten weiter. Liegt Ihr Haus in einem Denkmalbereich, etwa in der Bayer-Kolonie oder bei einem Fachwerkhaus in Bergisch Neukirchen, kann zusätzlich die Denkmalbehörde mitreden. Die Bauaufsicht der Stadt ist der Fachbereich 63.
Warum die Abgrenzung auch Geld betrifft
Wohnfläche und Einstufung
Eine überdachte, offene Terrasse fällt bei der Wohnflächenberechnung unter § 4 Nr. 4 WoFlV und zählt in der Regel zu einem Viertel, höchstens zur Hälfte. Wird sie rundum verglast, kommt § 4 Nr. 3 WoFlV zum Tragen: Dann sind es zur Hälfte. Quelle: gesetze-im-internet.de.
Das ist keine Steuer- oder Rechtsberatung. Bei Fragen zu Grundsteuer oder Mietvertrag fragen Sie bitte Ihre Steuerberatung.
Welches Terrassendach passt in Leverkusen?
Die Stadt liegt in Schneelastzone 1 und Windzone 1, also in den niedrigsten Stufen. Die Statik ist hier selten das Hindernis. Wichtiger ist die Lage: Im Reihenhaus der Bayer-Siedlungen in Wiesdorf und Manfort passt meist ein schmales Anlehndach, in Alkenrath die Doppelhaushälfte mit Breite entlang der Fassade, in Schlebusch und Steinbüchel auch ein freistehendes Dach.
Rund 786 mm Regen im Jahr (DWD-Reihe 2015 bis 2020) sprechen für eine verlässliche Entwässerung. Für Glas oder Lamellen sprechen Terrassen auf der Südseite, etwa in Küppersteg, wo der Schatten im Sommer gefragt ist.
Lichtdurchlässige Eindeckung plus Beschattung: die häufigste Kombination bei Südterrassen.
Weiter geht es mit dem Ratgeber zu den Kosten oder mit dem Vergleich, wann ein Dach genügt und wann ein geschlossener Raum die bessere Antwort ist.
Häufige Fragen: Was ist eine Terrassenüberdachung?
Was versteht man unter einer Terrassenüberdachung?
Gemeint ist ein festes Dach über einer Terrasse, das an der Hauswand hängt oder auf eigenen Pfosten steht und an den Seiten offen bleibt. Es schützt vor Regen und Sonne, wird nicht beheizt und gilt nicht als Aufenthaltsraum im Sinne der Bauordnung. Gängige Eindeckungen sind Glas, Stegplatten oder verstellbare Lamellen.
Worin unterscheidet sich ein Terrassendach von einer Pergola?
Eine klassische Pergola ist eine offene Rankkonstruktion ohne dichtes Dach, moderne Varianten tragen ein Stoff- oder Lamellendach. Das Terrassendach besitzt dagegen eine feste, wasserführende Eindeckung mit Rinne. Der Begriff Pergola wird uneinheitlich verwendet, deshalb lohnt der Blick auf das konkrete Produkt statt auf den Namen.
Ist ein Terrassendach dasselbe wie ein Wintergarten?
Nein. Das Terrassendach bleibt seitlich offen und unbeheizt. Ein Wintergarten ist ein geschlossener Raum mit Fenstern oder Schiebeelementen auf allen Seiten und wird baurechtlich anders eingeordnet. Dazwischen liegt der Ausbau mit Seitenwänden, über den wir in einem eigenen Ratgeber sprechen.
Braucht jede Terrassenüberdachung eine Baugenehmigung?
In Nordrhein-Westfalen nicht automatisch. Nach § 62 Abs. 1 Nr. 1 g BauO NRW 2018 sind Überdachungen bis 30 m² Fläche und 4,50 m Tiefe verfahrensfrei. Abstandsflächen, Bebauungsplan und Denkmalschutz gelten trotzdem. Wir prüfen das vor jedem Projekt, bevor die Fundamente entstehen.
Aus welchen Materialien besteht eine Terrassenüberdachung?
Die Tragkonstruktion besteht meist aus pulverbeschichtetem Aluminium oder aus Leimholz, seltener aus Stahl. Darauf liegt Verbundsicherheitsglas, Polycarbonat-Stegplatten oder ein Lamellendach aus Aluminium. Welche Kombination passt, hängt von Fläche, Lichtbedarf, Budget und Fassade ab.
Wie lässt sich eine Terrassenüberdachung später erweitern?
Typische Ergänzungen sind Beschattung, Licht, Heizstrahler und seitliche Wände oder Schiebeelemente. Damit das später ohne Umbau klappt, sollte die Konstruktion beim Aufbau dafür vorbereitet sein. Wir fragen deshalb schon im Aufmaß, welche Erweiterungen Sie in den nächsten Jahren erwägen.
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